JKCM News
Startseite
Amerika

US-Militär tötet zwei Menschen bei erneutem Bootstreffer im östlichen Pazifik

US Southern Command meldet Explosion eines Bootes auf bekannten Schmugglerrouten und bezeichnet die Getöteten als 'male narco-terrorists'. Ein veröffentlichtes Luftvideo zeigt die Detonation; Belege für eine Verwicklung in den Drogenhandel fehlen in der Mitteilung.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US-Militär tötet zwei Menschen bei erneutem Bootstreffer im östlichen Pazifik
Das US-Militär veröffentlichte ein Luftvideo der Explosion, nannte die Getöteten 'male narco-terrorists' und erklärte, keine eigenen Verluste erlitten zu haben.

Nach Angaben des US Southern Command hat das US-Militär im östlichen Pazifik bei einem Schlag auf ein seegestütztes Fahrzeug zwei Menschen getötet. Die Behörde veröffentlichte eine Mitteilung sowie ein körniges Luftvideo, das die Explosion aus der Luft zeigt, und bezeichnete die Getöteten als male narco-terrorists.

Die Stellungnahme des Southern Command führte aus, das Boot habe sich entlang bekannter Schmugglerrouten bewegt und sei von designated terrorist organizations betrieben worden. Konkrete Angaben zu den Identitäten der Getöteten oder zu Beweisen, die eine Verbindung zum Drogenhandel untermauern, enthielt die Mitteilung nicht.

Zugleich betonte die Militärbehörde, bei dem Einsatz seien keine US-Streitkräfte zu Schaden gekommen. Nach Angaben des Southern Command reiht sich der Vorfall in eine Reihe ähnlicher Einsätze in der Region ein; demnach hatte das Militär bereits am Vortag zwei weitere Boote zerstört, wobei fünf Menschen getötet und ein Überlebender geborgen worden seien.

Kritiker hatten zuvor wiederholt rechtliche und ethische Bedenken gegenüber den seegestützten Luftschlägen geäußert. In der öffentlichen Debatte stehen insbesondere die Rechtfertigung tödlicher Angriffe ohne öffentlich dargelegte Beweise sowie die rechtliche Einordnung solcher Einsätze nach internationalem und US-Recht im Mittelpunkt.

Die Mitteilung nannte keine konkreten Rechtsgrundlagen für den Einsatz und machte auch keine Angaben zu möglichen weiteren Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Betreiber des Bootes. Menschenrechtsorganisationen und Anwälte hatten in der Vergangenheit bereits Klagen und Kritik gegen ähnliche Einsätze vorgebracht; aus den vorliegenden Angaben zum aktuellen Schlag geht nicht hervor, ob es unmittelbar neue rechtliche Schritte gibt.