US-Neubauverkäufe sinken im Dezember leicht – Angebot fällt, Preise ziehen an
Die Verkäufe neuer Einfamilienhäuser gingen im Dezember etwas zurück, während das Angebot auf dem Markt weiter schrumpfte und der Medianpreis stieg.
- Der Absatz neuer Einfamilienhäuser lag im Dezember bei 745000 (SAAR), 1,7 Prozent unter November und 3,8 Prozent über Vorjahr.
- Zum Jahreswert 2025 wurden 679000 Neubauten verkauft, 1,1 Prozent weniger als 2024.
- Das zum Verkauf stehende Angebot fiel zum Monatsende auf 472000 Häuser; das entspricht 7,6 Monaten Vorrat.
- Der Medianpreis stieg im Dezember auf 414400 Dollar und lag 4,2 Prozent über dem Novemberwert.
Die Verkäufe neuer Einfamilienhäuser in den USA haben zum Jahresende 2025 leicht nachgegeben, bleiben aber im historischen Vergleich auf einem erhöhten Niveau. Nach Angaben des U.S. Census Bureau und des Department of Housing and Urban Development lag die Zahl der verkauften neuen Häuser im Dezember bei einer saisonbereinigten Jahresrate (SAAR) von 745.000. Das sind 1,7 Prozent weniger als im November (758.000), aber 3,8 Prozent mehr als im Dezember 2024 (718.000). Für November wurde zudem betont, dass der Wert deutlich über dem revidierten Oktoberstand von 656.000 lag.
Für das Gesamtjahr 2025 schätzen Census und HUD die Zahl der verkauften neuen Häuser auf 679.000. Das entspricht einem Rückgang von 1,1 Prozent gegenüber 2024 (686.000). Jahreszahlen sind für die Einordnung wichtig, weil Monatswerte in dieser Statistik häufig stark schwanken und im Nachhinein revidiert werden. Die Methodik definiert einen „Verkauf“ als Abschluss eines Kaufvertrags oder die Leistung einer Anzahlung; damit kann ein Verkauf auch vor Erteilung einer Baugenehmigung erfasst werden, was zusätzliche Schätzkomponenten erfordert.
Ein zentrales Signal im Dezember kommt von der Angebotsseite. Der saisonbereinigte Bestand an neuen Häusern, die zum Verkauf standen, lag zum Monatsende bei 472.000. Das sind 2,7 Prozent weniger als im November (485.000) und 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (489.000). Umgerechnet entspricht das einem Vorrat von 7,6 Monaten zum aktuellen Verkaufstempo. Gegenüber November (7,7 Monate) ist das ein leichter Rückgang; gegenüber Dezember 2024 (8,2 Monate) fällt der Vorrat ebenfalls geringer aus.
Bei den Preisen zeigt der Monatsbericht eine klare Bewegung nach oben. Der Medianpreis der im Dezember verkauften neuen Häuser lag bei 414.400 Dollar. Damit lag er 4,2 Prozent über dem Novemberwert von 397.600 Dollar, aber 2,0 Prozent unter dem Median des Vorjahresmonats (423.000 Dollar). Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im Dezember bei 532.600 Dollar und damit leicht über November sowie deutlich über dem Vorjahr. Das Census Bureau weist in den technischen Erläuterungen darauf hin, dass Preisreihen auch durch Veränderungen in der regionalen Verteilung, der Größe und der Ausstattungsmerkmale der verkauften Häuser beeinflusst werden können.
Für den Wohnimmobilienmarkt ist die Kombination aus leicht niedrigerem Absatz, sinkendem Angebot und höheren Medianpreisen ein wichtiger Hinweis: Bauträger könnten bei knapper werdendem Bestand schneller auf neue Projekte setzen, gleichzeitig bleiben Erschwinglichkeit und Finanzierungskosten der zentrale Engpass für viele Käuferhaushalte. Wie robust die Nachfrage in den ersten Monaten 2026 bleibt, wird davon abhängen, ob sich die Hypothekenkonditionen weiter entspannen, ob mehr Bestandsobjekte auf den Markt kommen und ob die Einkommensentwicklung die höheren Wohnkosten abfedern kann.