US-Politiker kritisieren Trumps obszöne Drohung gegen Iran als Gefahr für Stabilität
Nach einem expletiv geladenen Beitrag auf Truth Social reagieren Abgeordnete und Senatoren mit scharfer Kritik und fordern Maßnahmen gegen das Präsidentschaftsverhalten.
Nach Angaben von Beobachtern hat ein vulgär formulierter Beitrag des US-Präsidenten auf seiner Plattform in Washington Besorgnis ausgelöst. In dem Post forderte er Iran auf, die Straße von Hormus zu öffnen, und drohte zugleich mit gezielten Angriffen auf zivile Infrastruktur, namentlich Kraftwerke und Brücken. Die Nachricht setzte eine selbstgesetzte Frist zur Wiedereröffnung der Meerenge und verschärfte damit eine ohnehin angespannt wirkende Lage.
Im Mittelpunkt der Reaktionen standen führende Politiker beider Kongressparteien, die das Verhalten des Präsidenten scharf kritisierten. Marjorie Taylor Greene, einst eine Vertraute, distanzierte sich öffentlich und forderte ein Eingreifen gegen die Eskalation; sie nannte das Vorgehen gefährlich. Senator Chuck Schumer bezeichnete die Äußerungen als unbeherrscht und warnte vor Schäden für internationale Beziehungen und die innenpolitische Stabilität. Auch andere Abgeordnete äußerten sich mit deutlichen Worten über die Risiken einer derartigen Rhetorik.
Daneben meldete sich die iranische Seite zu Wort: Mehdi Tabatabaei, Sprecher des Präsidialamts in Teheran, erklärte, Iran werde die Meerenge nur gegen Entschädigungen für Kriegsschäden und unter einem neuen rechtlichen Regime wieder öffnen. Beobachtern zufolge gilt die Straße von Hormus als eine der wichtigsten Wasserstraßen für Öl und Gas; sie war seit Ende Februar faktisch blockiert, nachdem die USA und Israel eine Offensive gegen Iran gestartet hatten. Diese Entwicklung trug bereits zuvor zu erheblichen internationalen Spannungen bei.
Zugleich rufen die jüngsten Äußerungen im Kongress Forderungen nach stärkerer Kontrolle der Exekutive und Debatten über verfassungsrechtliche Schritte hervor. Viele Parlamentarier drängen auf Maßnahmen, um eine weitere Eskalation zu verhindern und die außenpolitische Linie des Landes zu überprüfen. Verbündete und internationale Akteure verfolgen die Lage mit wachsender Besorgnis, während die Frist des Präsidenten die Dringlichkeit der Diskussionen in Washington erhöht.