US-Verbrauchervertrauen steigt im Februar auf 91,2 Punkte – Erwartungen hellen sich auf
Der Consumer Confidence Index des Conference Board stieg im Februar auf 91,2 Punkte, weil sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate verbesserten, während die Einschätzung der aktuellen Lage nachgab.
- Der Gesamtindex legte gegenüber dem nach oben revidierten Januarwert um 2,2 Punkte zu und erreichte 91,2 (1985=100).
- Der Present Situation Index fiel um 1,8 Punkte auf 120,0, während der Expectations Index um 4,8 Punkte auf 72,0 stieg.
- Stichtag für die vorläufigen Ergebnisse war der 17. Februar 2026, spätere Ereignisse sind damit noch nicht vollständig abgebildet.
- Der Arbeitsmarktsaldo (Jobs „plentiful“ minus „hard to get“) stieg auf +7,4 Prozentpunkte; 28,0% nannten Jobs „plentiful“ und 20,6% „hard to get“.
- Urlaubspläne über die nächsten sechs Monate gingen insgesamt leicht zurück, sowohl für Inlands- als auch Auslandsreisen.
Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im Februar leicht stabilisiert. Nach Angaben des Conference Board stieg der Consumer Confidence Index® im Februar um 2,2 Punkte auf 91,2 (Basisjahr 1985=100), nachdem der Januarwert nachträglich nach oben revidiert wurde und nun bei 89,0 liegt. Damit liegt der Index weiterhin deutlich unter dem Vierjahreshoch von 112,8, das im November 2024 erreicht worden war.
Unter der Oberfläche entwickelten sich die beiden Hauptkomponenten gegenläufig. Der Present Situation Index, der die Einschätzung der aktuellen Geschäfts- und Arbeitsmarktlage abbildet, sank um 1,8 Punkte auf 120,0. Der Expectations Index, der den Blick auf Einkommen, Geschäftslage und Arbeitsmarkt in den kommenden sechs Monaten misst, kletterte dagegen um 4,8 Punkte auf 72,0. Das Conference Board weist darauf hin, dass die vorläufigen Ergebnisse bis zum 17. Februar 2026 erhoben wurden und damit spätere Entwicklungen des Monats noch nicht vollständig einfließen.
Bei der aktuellen Geschäftslage zeigten sich die Antworten gemischt: 19,7% der Befragten bezeichneten die Bedingungen als „gut“, nahezu unverändert gegenüber Januar, während der Anteil „schlecht“ auf 19,0% stieg. Bei den Erwartungen verbesserten sich die Einschätzungen: 17,6% rechneten mit besseren Geschäftsbedingungen in sechs Monaten, während 21,0% eine Verschlechterung erwarteten – beide Werte spiegeln im Vergleich zum Vormonat weniger Pessimismus wider.
Auch im Arbeitsmarktteil ergab sich eine kleine Verbesserung im Saldo. 28,0% der Befragten sagten, Jobs seien „plentiful“, nach 25,8% im Januar; zugleich stieg „hard to get“ auf 20,6% nach 19,0%. Der daraus abgeleitete Arbeitsmarktsaldo legte auf +7,4 Prozentpunkte zu. Für die kommenden sechs Monate erwarteten 15,7% mehr Jobs, während 26,1% mit weniger verfügbaren Stellen rechneten – auch hier fiel der Negativanteil im Monatsvergleich.
In den offenen Kommentaren blieb die Tonlage dennoch eher vorsichtig. Das Conference Board berichtet, dass Hinweise auf Preise, Inflation und Lebenshaltungskosten weiterhin dominieren. Gleichzeitig nahmen Nennungen zu Handel und Politik zu; Erwähnungen des Arbeitsmarktes gingen etwas zurück, während Immigration etwas häufiger genannt wurde. Das unterstreicht, dass die Erwartungskomponente zwar anzieht, aber ein breites Bündel an Unsicherheiten die Stimmung weiterhin prägt.
Bei den Ausgabewünschen zeichnete sich ein differenziertes Bild ab: Die Pläne zum Kauf von „big-ticket items“ in den nächsten sechs Monaten stiegen insgesamt. Gleichzeitig meldete das Conference Board, dass die Urlaubspläne in Summe leicht nachgaben, sowohl bei Inlands- als auch Auslandsreisen. Für Märkte und Politik ist damit entscheidend, ob sich die Verbesserung der Erwartungen in den nächsten Monatswerten verfestigt – oder ob die schwächere Einschätzung der aktuellen Lage wieder stärker durchschlägt.