Vizepräsident JD Vance verteidigt Trumps Iran‑Kurs bei Turning Point — Publikum teils kritisch
Bei einer Campus‑Tour in Athens, Georgia, suchte Vizepräsident JD Vance Unterstützung für Präsident Trumps harte Linie gegenüber Iran. Die Veranstaltung verlief verhaltener als erwartet und offenbarte Unmut über Trumps Umgang mit dem Papst und ein kontroverses Meme.
- Vance war zuvor in Pakistan
- die Arena blieb größtenteils leer, ein Protestteilnehmer wurde entfernt.
Nach Angaben der Associated Press sprach Vizepräsident JD Vance am 14. April bei einer von Turning Point USA organisierten Campus‑Veranstaltung in der Akins Ford Arena des Classic Centers in Athens, Georgia. Vance war unmittelbar von einer längeren Reise nach Pakistan zurückgekehrt, die laut AP keine Einigung zur Beendigung des Krieges mit Iran hervorgebracht hatte.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand Vances Versuch, Präsident Donald Trumps Vorgehen gegenüber Iran zu verteidigen. Zugleich wich die Szene deutlich von dem bekannten Bild energischer, jünger Zielgruppen ab: Die Arena war nach AP‑Beobachtungen größtenteils leer, und Vance sah sich im Publikum mit ungewöhnlich scharfer Kritik konfrontiert.
Mehrere junge Teilnehmer äußerten offen Zweifel an der Kriegsstrategie gegen Iran und zeigten sich zugleich verärgert über ein in sozialen Medien verbreitetes Meme des Präsidenten, das ihn mit religiöser Symbolik in Verbindung brachte. Daneben sorgten öffentliche Angriffe des Präsidenten auf Papst Leo XIV für Verstimmung; einige Anwesende hielten diese Kontroversen für ablenkend von der politischen Agenda.
Teilnehmer beschrieben, dass Trump zwar weiterhin Unterstützer im Raum habe, die Stimmung jedoch gespalten sei. Ein Besucher sagte, er habe früher für Trump gestimmt, identifiziere sich inzwischen aber nicht mehr uneingeschränkt mit dessen Stil. Vance bemühte sich, Differenzen herunterzuspielen, stieß dabei jedoch auf deutlich sichtbare Skepsis im Publikum.
Während der Rede kam es zu einem Zwischenfall, bei dem ein Protestteilnehmer entfernt wurde. Fotos und Augenzeugen beschrieben Polizeiaktivitäten zur Sicherung des Ablaufs; AP nannte keine weiteren Details zu möglichen Festnahmen oder Verletzten. Insgesamt illustriert die Veranstaltung die Herausforderung für die Administration, Unterstützung junger Konservativer für eine aggressive Iran‑Politik und für den Präsidenten angesichts wachsender innerer Spannungen zu erhalten.