Wall Street erreicht Rekord: S&P überschreitet erstmals 7.000 Punkte
Optimismus auf ein mögliches Ende des Kriegs mit Iran und überraschend robuste Quartalszahlen treiben die US-Indizes auf neue Höchststände.
- S&P 500 schließt bei 7.022,95 Punkten
- Nasdaq klettert auf eigenen Rekord, Dow bleibt nahezu unverändert.
Nach Angaben der Märkte erreichte der S&P 500 am Mittwoch erstmals in seiner Geschichte die Marke von 7.000 Punkten und schloss bei 7.022,95. Der breite Leitindex legte im Tagesverlauf 0,8% zu und führte damit eine Erholungsbewegung an, die die Verluste aus den frühen Tagen des Kriegs mit Iran weitgehend ausglich.
Im Mittelpunkt der Marktbewegung stand die Kombination aus nachlassenden geopolitischen Spannungen und robusten Unternehmenszahlen. Der technologieorientierte Nasdaq stieg gleichzeitig um 1,6% auf 24.016,02 und markierte damit ebenfalls einen Rekord. Der Dow Jones Industrial Average zeigte sich dagegen weitgehend unverändert, was die Divergenz zwischen den Indizes unterstreicht.
Nach dem Schritt der Anleger hin zu risikoreicheren Positionen trugen starke Quartalszahlen großer Banken zur positiven Stimmung bei. Bank of America und Morgan Stanley übertrafen Handelsschätzungen und lieferten Hinweise auf anhaltende Nachfrage bei Verbrauchern und Firmenkunden. Bank of America-Chef Brian Moynihan verwies auf stabile Konsumausgaben und eine verbesserte Kreditqualität als Stützen des Geschäfts, was das Vertrauen in die Konjunkturstabilität stärkte.
Gleichzeitig wirkte sich die Berichterstattung über mögliche militärische Maßnahmen im Persischen Golf dämpfend aus, doch sanken die Ölpreise spürbar nach der Ankündigung einer Waffenruhe. Brent-Notierungen brachen deutlich ein und lagen rund zehn Prozent niedriger als zuvor, blieben aber deutlich über dem Niveau vor Ausbruch der Kämpfe. Die Kombination aus weniger ausgeprägten geopolitischen Sorgen, soliden Bankbilanzen und sinkenden Ölpreisen veranlasste Anleger, wieder stärker in Aktien zu investieren und trieb die US-Indizes auf Rekordstände.