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Wegfall prominenter Unterstützung für Eric Swalwell nach Vorwürfen sexueller Übergriffe

Nach Berichten über zwei mutmaßliche Übergriffe zogen führende Demokraten und Gewerkschaften ihre Unterstützung für Swalwells Gouverneurskandidatur zurück; er bestreitet die Vorwürfe.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Wegfall prominenter Unterstützung für Eric Swalwell nach Vorwürfen sexueller Übergriffe
  • Mehrere einflussreiche Unterstützer fordern seinen Rückzug oder hoben Endorsements auf
  • Swalwell weist die Anschuldigungen zurück.

Nach Angaben führender demokratischer Unterstützer und einflussreicher Gewerkschaften verloren sie in kurzer Folge das Vertrauen in Eric Swalwells Kandidatur für das Gouverneursamt in Kalifornien, nachdem Medienberichte Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen ihn veröffentlichten. Die Anschuldigungen betreffen zwei angebliche Übergriffe, einen im Jahr 2019 und einen weiteren im Jahr 2024; die Frau, die die Vorwürfe erhob, soll 2019 für Swalwell gearbeitet haben. In der Folge zogen mehrere prominente Befürworter ihre Unterstützung zurück und forderten zum Teil seinen sofortigen Rückzug aus dem Rennen.

Im Mittelpunkt der Reaktionen stand die rasche Distanzierung einstiger Verbündeter: Einige nannte die Vorwürfe so schwerwiegend, dass sie eine Fortsetzung der Kampagne für unvereinbar hielten. Gouverneur Gavin Newsom äußerte sich besorgt und forderte, dass die Anschuldigungen ernst genommen werden. Ex-House Speaker Nancy Pelosi riet, die Angelegenheit außerhalb des laufenden Wahlkampfs untersuchen zu lassen, um eine unabhängige Klärung zu ermöglichen.

Zugleich gab Jimmy Gomez, der zuvor an Swalwells Kampagne mitgewirkt hatte, bekannt, dass er seine Rolle beendet und den Abbruch der Kandidatur forderte, damit eine umfassende Aufklärung ohne Ablenkung möglich sei. Mächtige Gewerkschaften, die bislang ihr Gewicht hinter Swalwell gestellt hatten, erklärten öffentlich das Ende ihrer Unterstützung und sprachen sich für seinen Rückzug aus dem Rennen aus.

Swalwell wies die Vorwürfe in einem über soziale Medien verbreiteten Video entschieden zurück und bezeichnete sie als absolut falsch. Er kündigte an, das Wochenende im Kreis von Familie und Freunden zu verbringen und sehr bald ein Update zu geben. Nach Berichten soll die angebliche Tat 2024 nach einer Wohltätigkeitsveranstaltung in New York erfolgt sein; Textnachrichten zu dem mutmaßlichen Vorfall wurden laut den Berichten überprüft und Personen befragt, denen die Frau davon berichtet habe.

Inzwischen steht die Entwicklung in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Ablauf der Vorbereitungen für die kalifornische Vorwahl: Wähler werden Medienberichten zufolge bereits im kommenden Monat Briefwahlunterlagen erhalten, die Vorwahl selbst ist für den 2. Juni angesetzt. Die Berichte nennen auch, dass die Staatsanwaltschaft in Manhattan Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Vorfall 2024 aufgenommen habe und Zeugenhinweise an die zuständige Abteilung weitergegeben werden könnten.

Daneben blieb in den zitierten Berichten festgehalten, dass es bislang keine unabhängige, zusätzliche Bestätigung der Anschuldigungen gab. Die neue Lage verschärft die Dynamik im Rennen um das Gouverneursamt und stellt die Unterstützer von Swalwell vor die Frage, wie weiter vorzugehen ist.