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Weisses Haus warnte Mitarbeiter vor Wetten auf Iran‑Krieg in Prediction‑Markets

E‑Mail vom 24. März untersagte Beschäftigten, auf Entwicklungen rund um den Krieg mit Iran zu wetten; zuvor waren ungewöhnlich große Trades in Öl‑ und Aktien‑Futures aufgefallen.

CNBC 2 Min Lesezeit
Titelbild: Weisses Haus warnte Mitarbeiter vor Wetten auf Iran‑Krieg in Prediction‑Markets
Ende März warnte das Weisse Haus Mitarbeiter, keine Wetten auf Prediction‑Markets zu platzieren, nachdem kurz vor einer Präsidentenankündigung massive Öl‑Futures‑Transaktionen registriert worden waren.

Nach Angaben bestätigte ein Beamter der Trump‑Administration, dass das Weisse Haus am 24. März eine interne E‑Mail an Beschäftigte verschickte und sie ausdrücklich davor warnte, auf Prediction‑Markets Wetten in Verbindung mit dem Krieg gegen Iran abzuschließen. Die Mitteilung folgte einer Phase verstärkter Aufmerksamkeit für auffällige Handelsaktivitäten auf Plattformen wie Polymarket und ähnlichen Märkten.

Im Mittelpunkt der Sorge stehen Transaktionen auf Öl‑ und Aktien‑Futures, die unmittelbar vor einer öffentlichen Erklärung des Präsidenten stattfanden. Einen Tag zuvor hatte der Präsident eine vorläufige Pause der Angriffe gegen Iran mitgeteilt; in den rund 15 Minuten vor dieser Mitteilung wurden ungewöhnlich hohe Handelsvolumina beobachtet. Reuters berichtete, dass in diesem engen Zeitfenster mehr als 500 Millionen US‑Dollar in Rohöl‑Futures umgesetzt worden seien.

Zugleich riefen die Muster der Handelsaktivität politische Forderungen nach Aufklärung hervor. Die demokratischen Senatoren Elizabeth Warren und Sheldon Whitehouse forderten in einem Schreiben die Vorsitzenden der zuständigen Aufsichtsbehörde zu Untersuchungen auf und verwiesen darauf, dass ein ähnliches Muster kurz vor der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe aufgetreten sei. Dabei sei ein Volumen von rund 950 Millionen US‑Dollar auf fallende Ölpreise platziert worden, so die Senatoren in ihrem Vorwurf.

Inzwischen wandte sich der Abgeordnete Ritchie Torres in einem separaten Schreiben an die Aufsichtsgremien der Wertpapier‑ und Rohstoffmärkte und verlangte eine föderale Untersuchung möglicher Insidergeschäfte. Torres hob die zeitliche Nähe massiver Einzeltransaktionen zu marktbewegenden Ankündigungen hervor und stellte die Frage, wie solche Trades ohne Zugang zu nicht öffentlichen Informationen erklärbar wären.

Die im Weissen Haus verschickte Warnung richtete sich darauf, Interessenkonflikte und den Eindruck zu vermeiden, Regierungsmitarbeiter könnten aus nicht öffentlichen Informationen finanziellen Nutzen ziehen. Konkrete Ergebnisse von Ermittlungen oder weitergehende Maßnahmen sind in den vorliegenden Unterlagen nicht genannt worden, ebenso wenig Details zu möglichen internen Prüfungen oder Sanktionen.