Weltweit scharfe Kritik an politischer Gewalt nach Schüssen beim Dinner in Washington
Staats- und Regierungschefs zeigen Erleichterung; Präsident Trump und Gäste blieben unverletzt. Tatverdächtiger in Gewahrsam, Ermittlungen laufen.
Nach Angaben führender Regierungen verurteilten Staats- und Regierungschefs politische Gewalt scharf, nachdem am Samstag im Washington Hilton Schüsse gefallen waren. US-Präsident Donald Trump, seine Frau Melania und Mitglieder des Kabinetts wurden aus dem Ballsaal evakuiert, nachdem Berichte über Schüsse in der Hotellobby eingingen; sie blieben unverletzt.
Im Mittelpunkt der internationalen Reaktionen stand die Erleichterung darüber, dass die wichtigsten Anwesenden sicher waren. Kanadas Premierminister Mark Carney schrieb auf der Plattform X, ihm sei erleichtert, dass Präsident und First Lady sowie alle Gäste in Sicherheit seien, und er betonte, politische Gewalt habe in Demokratien keinen Platz. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum äußerte ebenfalls Erleichterung und sagte: Violence must never be the way.
Zugleich würdigten Politiker und Diplomaten die schnelle Arbeit der Sicherheitskräfte. Australiens Premierminister Anthony Albanese lobte die rasche Reaktion des Secret Service und der Strafverfolgungsbehörden. Der britische Botschafter in Washington, Christian Turner, der mit weiteren Diplomaten im Hotel war, dankte für das professionelle Vorgehen der Sicherheitskräfte und schloss dem verletzten Beamten seine besten Wünsche an.
Nach dem Schritt vor Ort gaben Ermittler erste Angaben zur Tat bekannt: Der Polizeichef von Washington, Jeffrey Carroll, sagte, man gehe davon aus, dass der Verdächtige geschossen habe und mit einer Schrotflinte, einer Pistole sowie mehreren Messern bewaffnet gewesen sei. Bürgermeisterin Muriel Bowser erklärte, ein einzelner Täter sei in die Lobby gerannt und habe sich auf Mitglieder des Secret Service zubewegt; derzeit werde nicht von weiteren Beteiligten ausgegangen.
Inzwischen befindet sich der Tatverdächtige in Gewahrsam und wird in einem örtlichen Krankenhaus medizinisch begutachtet. Behörden identifizierten den Mann als Cole Tomas Allen, 31, aus Torrance, Kalifornien. Konkrete Motive nannten die Ermittler bislang nicht; die Untersuchungen sollen weiteren Aufschluss über Ablauf und Hintergründe liefern.
Daneben hoben internationale Spitzenpolitiker in ihren Erklärungen die Bedeutung des Schutzes demokratischer Institutionen hervor. Neben der Erleichterung über das Ausbleiben schwererer Opfer betonten sie die Notwendigkeit, solche Angriffe zu verurteilen, und drückten zugleich Dankbarkeit für das schnelle Eingreifen der Sicherheitskräfte sowie Mitgefühl mit dem verletzten Beamten aus.