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BlackRock erhöht Gewichtung für US-Aktien nach Einschätzung, dass Kriegsfolgen begrenzt bleiben

Der weltgrößte Vermögensverwalter erwartet kräftige Unternehmensgewinne und sieht die makroökonomischen Folgen des Nahostkonflikts als begrenzt an.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: BlackRock erhöht Gewichtung für US-Aktien nach Einschätzung, dass Kriegsfolgen begrenzt bleiben
BlackRock stuft US-Aktien von neutral auf overweight hoch und nennt starke Gewinnperspektiven sowie begrenzte Schockwirkung des Iran-Konflikts als zentrale Gründe.

Nach Angaben von BlackRock hat der Vermögensverwalter seine Bewertung für US-Aktien um eine Stufe von neutral auf overweight angehoben. In einer wöchentlichen Marktanalyse erklärte das Haus, die Einschätzung beruhe auf der Erwartung robuster Unternehmensgewinne und auf Indizien dafür, dass die makroökonomischen Folgen des Konflikts im Nahen Osten begrenzt bleiben könnten.

Gleichzeitig betonten die Strategen, die Hürde für ein erneutes groß angelegtes militärisches Zusammentreffen zwischen den USA und Iran werde als hoch eingeschätzt. Diese Einschätzung dämpfe das Risiko signifikanter zusätzlicher wirtschaftlicher Schäden und trage damit zur Entscheidung bei, das Risiko in den USA wieder aufzustocken.

Daneben hob BlackRock hervor, dass die Aussichten für Unternehmensgewinne in beiden Regionen – USA und Schwellenländer – zuletzt angezogen hätten. Vor dem Hintergrund der anlaufenden US-Berichtssaison erwartet das Haus, Margenentwicklungen besonders genau zu beobachten; starke Gewinnzahlen gelten als wesentlicher Treiber der höheren Aktiengewichtung. In der Begründung werden makroökonomische Einschätzungen mit konkreten Gewinnprognosen kombiniert, ohne kurzfristige Unsicherheiten gänzlich auszuschließen.

Im Portfolio des Vermögensverwalters sind die USA und die Schwellenländer die einzigen Regionen, die derzeit als übergewichtet gelten. BlackRock nennt zudem thematische Chancen, etwa im Verteidigungssektor, die sich aus der aktuellen Lage ergeben könnten. Zugleich betont die Analyse, dass die Entscheidung trotz positiver Gewinnperspektiven nicht bedeutet, dass Risiken vollständig eliminiert seien; die Beobachtung der Berichtssaison und der Margenentwicklung bleibt damit zentral.

Abschließend unterstreicht die Mitteilung, dass die Höherstufung als Reaktion auf eine veränderte Risiko-Rendite-Abwägung erfolgt sei: Nachdem das Haus seine Risikoexposition vor einigen Wochen reduziert hatte, sah es nun zwei Signale für eine Rückkehr zu erhöhter Risikobereitschaft — konkret Maßnahmen, die Handelswege wie die Straße von Hormus wieder öffnen könnten, und Hinweise auf begrenzte, bleibende makroökonomische Schäden. Vor diesem Hintergrund wurde die Position in US-Aktien erhöht.