JKCM News
Startseite
Amerika

Ehemaliger UCLA-Gynäkologe gesteht 13 Sexualdelikte und erhält erneut 11 Jahre Haft

James Heaps hatte 2023 bereits eine Verurteilung erhalten, die ein Berufungsgericht im Februar wegen Verfahrensmängeln aufhob; statt eines neuen Prozesses legte er nun ein Schuldbekenntnis ab.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Ehemaliger UCLA-Gynäkologe gesteht 13 Sexualdelikte und erhält erneut 11 Jahre Haft
  • Heaps muss sich lebenslang als Sexualstraftäter registrieren
  • die mutmaßlichen Taten reichen von 2009 bis 2018 und betreffen mehrere Patientinnen.

Nach Angaben des Gerichts hat sich der frühere Gynäkologe der University of California, Los Angeles, James Heaps schuldig bekannt, 13 Straftaten des sexuellen Missbrauchs begangen zu haben. Das Schuldbekenntnis erfolgte am Dienstag; das Gericht verhängte erneut eine Freiheitsstrafe von 11 Jahren gegen den Mediziner.

Im Mittelpunkt der Anklage stehen Vorwürfe gegen Heaps aus einer mehrjährigen Zeitspanne. Die Anklage von 2021 listete unter anderem sexuelle Nötigung durch Betrug, sexuelle Ausbeutung von Patientinnen sowie sexuelle Penetration einer bewusstlosen Person durch betrügerische Darstellung auf. Insgesamt beziehen sich die neuen Geständnisse auf fünf namentlich genannte Opfer.

Zugleich war Heaps bereits 2023 zu elf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er in mehreren Fällen verurteilt worden war. Dieses Urteil hob ein Berufungsgericht im Februar auf und begründete die Entscheidung mit Verfahrensfehlern: Ein Richter habe dem Verteidigerteam nicht mitgeteilt, dass der Gerichts-Vorsteher Bedenken zur Englischkenntnis einer Jurorin geäußert habe. Statt eines erneuten Prozesses akzeptierte Heaps nun das neue Angebot und legte das umfassendere Schuldbekenntnis ab.

Inzwischen hatte die Affäre bereits 2019 großes Aufsehen erregt; in der Folge einigte sich die Universität auf umfangreiche Vergleiche mit Hunderte Klägerinnen. Nach Bekanntwerden der Fälle zahlte die Universität eine hohe Summe an zahlreiche betroffene Patientinnen. Klägervertreter erklärten, das Schuldbekenntnis und die erneute Verurteilung unterstreichen, dass Verletzungen der Rechte und der Würde von Patientinnen ernsthafte Konsequenzen haben.

Daneben hat das Gericht außerdem eine lebenslange Registrierung Heaps’ als Sexualstraftäter angeordnet. Nach der Aufhebung der ursprünglichen Verurteilung hatte Heaps’ Anwalt erklärt, er erwarte eine vollständige Entlastung seines Mandanten; zu einer Stellungnahme des Anwalts im Anschluss an das jüngste Schuldbekenntnis lag bislang keine Reaktion vor.