JKCM News
Startseite
Amerika

Ex‑CIA‑Chef Brennan fordert Einsatz des 25. Verfassungszusatzes gegen Trump nach Drohungen gegen Iran

John Brennan sieht den Präsidenten nach dessen Drohung vom 7. April als ungeeignet für das Amt und fordert die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Ex‑CIA‑Chef Brennan fordert Einsatz des 25. Verfassungszusatzes gegen Trump nach Drohungen gegen Iran
Der Ex‑Geheimdienstchef sagte, der Zusatz sei für Trump geschrieben. Praktisch gilt eine Umsetzung jedoch als unwahrscheinlich.

Nach Angaben des ehemaligen CIA‑Direktors John Brennan rechtfertigen die jüngsten Äußerungen des Präsidenten gegenüber Iran dessen Absetzung nach dem 25. Verfassungszusatz. In einem Interview mit MS Now erklärte Brennan am Samstag, die Wortwahl des Präsidenten und die damit verbundene Gefährdung vieler Leben machten ihn ungeeignet für das Amt. Der frühere Chef des Auslandsgeheimdienstes betonte, die Verfassungsbestimmung sei geradezu für diesen Fall formuliert worden.

Im Mittelpunkt von Brennans Kritik stehen die Überlegungen des Präsidenten vom 7. April, wonach die ganze Zivilisation Irans sterben könne, sollte Teheran einer gesetzten Frist nicht entsprechen. Brennan wertete diese Formulierungen als eindeutiges Signal einer ernsten Gefährdung; besonders alarmierend sei, dass der Präsident als Oberbefehlshaber Zugriff auf erhebliche militärische Mittel habe, einschließlich des nuklearen Bestands der USA.

Daneben fällt Brennans Vorstoß vor dem Hintergrund einer laufenden Untersuchung des Justizministeriums gegen ihn selbst ins Gewicht. Brennan steht, ebenso wie der frühere FBI‑Direktor, im Fokus von Ermittlungen, die bereits politische Spannungen und institutionelle Verflechtungen offenbart haben. Diese persönliche Dimension verleiht Brennans Forderung zusätzliche Brisanz, auch wenn sie zugleich den politischen Kontext der Auseinandersetzung unterstreicht.

Unterdessen verstärkt Brennans Appell die Debatte über mögliche Reaktionen auf die verschärfte Rhetorik gegenüber Iran. Die Forderung, den 25. Verfassungszusatz in Erwägung zu ziehen, rückt juristische und politische Fragen in den Vordergrund, während militärische sowie diplomatische Optionen geprüft werden. Zugleich bleibt die praktische Durchsetzung des Zusatzes aufgrund politischer Loyalitäten und institutioneller Hürden fraglich.

Gleichzeitig sorgt die Eskalation der Sprache für anhaltende öffentliche und parlamentarische Auseinandersetzungen. Brennans deutliche Worte tragen dazu bei, die Diskussion um Verantwortlichkeit und Kompetenz des Präsidenten weiter zu befeuern, ohne dass sich bislang ein klares Szenario für ein unmittelbares Eingreifen abzeichnet.