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House‑Demokraten fordern Ende der grausamen US‑Energieblockade gegen Kuba

Nach einer fünftägigen Reise fordern die Abgeordneten Pramila Jayapal und Jonathan Jackson ein sofortiges Ende der von ihnen als kollektive Bestrafung bezeichneten Energieblockade, nachdem sie kubanische Spitzenpolitiker getroffen haben.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: House‑Demokraten fordern Ende der grausamen US‑Energieblockade gegen Kuba
Jayapal und Jackson sprechen von kollektiver Bestrafung und dringen auf offene Verhandlungen zwischen Washington und Havanna.

Nach Angaben der Abgeordneten Pramila Jayapal und Jonathan Jackson verlangen die beiden Demokraten ein sofortiges Ende der Energieblockade gegen Kuba, die sie als grausame kollektive Bestrafung kritisieren. Ihre Forderung folgte einer fünftägigen Reise auf die Insel, während der sie Präsident Miguel Díaz‑Canel, Außenminister Bruno Rodríguez sowie Mitglieder des kubanischen Parlaments getroffen haben.

Im Mittelpunkt der Kritik der Abgeordneten standen nach ihrer Darstellung die massiven Folgen der Beschränkungen für Treibstofflieferungen. Sie warfen der US‑Politik vor, durch die Maßnahmen Infrastruktur und soziale Versorgungssysteme schwer geschädigt und anhaltende wirtschaftliche Störungen ausgelöst zu haben. Genannt wurden unter anderem großflächige Stromausfälle, Engpässe bei Benzin, Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr sowie Beeinträchtigungen im Gesundheitswesen.

Zugleich verwiesen Jayapal und Jackson auf die humanitären Dimensionen der Krise und forderten die sofortige Aufhebung der Sanktionen, um akute Notlagen zu lindern. Beide plädierten dafür, kurzfristige Hilfsmaßnahmen mit dauerhaften politischen Lösungen zu verbinden; als mögliche Schritte nannten sie eine Wiederaufnahme ernsthafter Verhandlungen zwischen Washington und Havanna sowie verstärkte wirtschaftliche Kooperation.

Während des Treffens mit Díaz‑Canel berichteten die Abgeordneten, der Präsident habe den durch die Blockade verursachten Schaden angeprangert und zugleich Bereitschaft zu einem ernsthaften, verantwortungsvollen bilateralen Dialog signalisiert. Díaz‑Canel habe auf die konkreten Folgen der Energiebelagerung hingewiesen und den Wunsch nach Lösungen betont.

Daneben wiesen die Besucher auf jüngste Entwicklungen im Energiesektor hin: Ende März durfte demnach ein russischer Tanker in Matanzas anlegen und rund 700.000 Barrel Rohöl löschen, was kurzfristig eine begrenzte Dieselproduktion ermöglichte. Jayapal bezeichnete solche Lieferungen als temporäre Linderung und forderte stattdessen dauerhafte diplomatische Schritte, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.

Jackson zog Vergleiche zur Sicherung globaler Energieflüsse und kritisierte die Blockade als politisch motivierte Maßnahme, deren Hauptleidtragende die Zivilbevölkerung sei. Beide Abgeordneten sehen in einem offenen Dialog die Chance, kurzfristige humanitäre Erleichterungen mit langfristigen politischen Lösungen zu verknüpfen und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu entkrampfen.