IREN vereinbart mehrjährige AI‑Infrastrukturpartnerschaft mit Nvidia
Datenzentrumsbetreiber IREN will Nvidias DSX‑Designs mit bis zu 5 Gigawatt einsetzen und gewährt dem Chiphersteller ein fünfjähriges Optionsrecht auf Aktien sowie Zugang zu verwalteten GPU‑Diensten.
Nach Angaben der Unternehmensmitteilung vereinbaren IREN und Nvidia eine strategische Infrastrukturpartnerschaft zur Bereitstellung von Kapazitäten für KI‑Workloads. Demnach sollen in den Rechenzentren des Betreibers weltweit bis zu 5 Gigawatt der DSX‑Infrastrukturdesigns des Chipherstellers installiert werden, um leistungsintensive KI‑Aufgaben zu unterstützen.
Zugleich räumt IREN Nvidia ein fünfjähriges Recht ein, bis zu 30 Millionen Stammaktien des Unternehmens zu einem Ausübungspreis von 70 US‑Dollar je Aktie zu erwerben. Über diese Struktur kann Nvidia demnach bis zu 2,1 Milliarden US‑Dollar in IREN investieren, was die Beziehung zwischen den beiden Firmen finanziell absichern und zugleich die gemeinsame Infrastrukturentwicklung stärken soll.
Inzwischen bestätigte IREN einen separaten Fünfjahresvertrag im Umfang von 3,4 Milliarden US‑Dollar, der Nvidia Zugriff auf verwaltete GPU‑Clouddienste für interne KI‑ und Forschungsanwendungen gewährt. Die Bereitstellung der Managed‑GPU‑Services ist unter anderem für IRENs bestehenden Standort in Childress, Texas, vorgesehen, wo bereits Infrastruktur für großskalige GPU‑Einsätze aufgebaut wird.
Daneben markiert die Vereinbarung einen weiteren Schritt in IRENs Geschäftsmodell: Das Unternehmen, das zuvor vor allem Rechenzentren für Bitcoin‑Mining betrieb, weitet sein Angebot zunehmend auf KI‑orientierte Infrastrukturservices aus. Bereits im November 2025 hatte IREN einen mehrjährigen Vertrag mit Microsoft über GPU‑Cloudinfrastruktur am Standort Childress angekündigt, was die Fokussierung auf KI‑Kapazitäten unterstreicht.
Gleichzeitig eröffnet die Partnerschaft beiden Unternehmen operative und finanzielle Verknüpfungen, die weit über einzelne Hardwarelieferungen hinausgehen. Für IREN bedeutet dies einen Ausbau seiner Rolle als Betreiber von großflächiger KI‑Infrastruktur; für Nvidia erweitert sich der direkte Zugang zu Rechenzentrumsstandorten und zu verwalteten GPU‑Ressourcen für eigene Forschungs‑ und Entwicklungszwecke.