Oracle erweitert Vertrag mit Bloom Energy um 1,2 Gigawatt und stärkt Engagement in Brennstoffzellen
Die Erweiterung folgt kurz nach einem Optionsschein über rund 400 Millionen US‑Dollar; Oracle will bis 2027 installieren und behält eine Kaufoption auf Bloom‑Aktien.
Nach Angaben der Unternehmen haben Oracle und Bloom Energy ihre Zusammenarbeit deutlich ausgeweitet: Oracle hat vertraglich 1,2 Gigawatt Kapazität von Bloom Energy zugesichert. Die Bestellung ist Teil von Oracles Plan, insgesamt bis zu 2,8 Gigawatt an Bloom‑Systemen zu beziehen, und die vertraglich vereinbarten Anlagen sollen bis 2027 installiert werden.
Im Mittelpunkt der jüngsten Entwicklung steht zudem ein kürzlich gewährter Optionsschein: Oracle erhielt einen Schein zum Kauf von bis zu 3,53 Millionen Bloom‑Aktien zu einem Ausübungspreis von 113,28 US‑Dollar je Aktie, was einem potenziellen Engagement von rund 400 Millionen US‑Dollar entspricht. Die Option kann Oracle bis zum 9. Oktober ausüben.
Zugleich hatten beide Unternehmen bereits zuvor gemeinsame Schritte unternommen: Im Juli kündigte Bloom an, binnen 90 Tagen Energie an US‑Rechenzentren von Oracle liefern zu wollen. In der aktuellen Mitteilung hoben die Partner den beschleunigten Ausbau als Instrument hervor, um die Nachfrage ihrer US‑Kunden nach zuverlässiger, schnell verfügbarer Energie zu erfüllen.
Die Ankündigung wirkte sich unmittelbar an den Märkten aus. Die Aktie von Bloom Energy stieg nach Börsenschluss um etwa 15 Prozent und kletterte auf nahe 203 US‑Dollar; auf Basis des Optionsschein‑Preises ergibt sich daraus ein nomineller Buchgewinn von rund 316 Millionen US‑Dollar für Oracle. Auch Oracle verzeichnete im regulären Handel Kursgewinne an jenem Tag.
Daneben hat Bloom in den vergangenen Monaten bereits Hunderte Megawatt an Brennstoffzellen über Verträge mit Versorgern und Rechenzentrumsentwicklern platziert. Die Technologie liefert vor Ort Strom und benötigt keine unmittelbare Anbindung an das öffentliche Leitungsnetz, weshalb sie für Betreiber attraktiv ist, die robuste und schnell installierbare Kapazitäten suchen.
Unterdessen nutzt Oracle die Systeme eigenen Angaben zufolge zur Versorgung von Rechenzentrumsstandorten in den USA. Die Vereinbarung reiht sich in Oracles umfassendere Investitionen zum Ausbau seiner KI‑Rechenzentren ein. Ein Sprecher von Oracle reagierte nicht unmittelbar auf Nachfragen zu weiteren Details.