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Oracle weitet Bloom‑Energy‑Vertrag aus — Aktie schießt nach oben, Warrant über 400 Mio. USD zuletzt ausgegeben

Oracle hat seinen Vertrag mit Bloom Energy erweitert und 1,2 Gigawatt Brennstoffzellenkapazität geordert. Die Ankündigung folgte wenige Tage, nachdem Oracle einen Warrant im Volumen von rund 400 Millionen US‑Dollar erhalten hatte.

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Titelbild: Oracle weitet Bloom‑Energy‑Vertrag aus — Aktie schießt nach oben, Warrant über 400 Mio. USD zuletzt ausgegeben
  • Oracle bestellt 1,2 GW bei Bloom Energy
  • die Warrant‑Position hat dem Konzern bereits einen dreistelligen Millionen‑Buchgewinn beschert.

Nach Angaben der Unternehmen hat Oracle seinen bestehenden Vertrag mit Bloom Energy ausgeweitet und 1,2 Gigawatt Kapazität des Brennstoffzellenherstellers geordert. Die Vereinbarung, die in einer Mitteilung am Montagabend bekanntgegeben wurde, sieht vor, dass Oracle die bestellte Kapazität bis 2027 in Betrieb nimmt.

Im Mittelpunkt der Bekanntgabe stand zudem ein Warrant, den Oracle vier Tage zuvor erhalten hatte. Dieser gewährt dem Softwarekonzern das Recht, bis zu 3,53 Millionen Aktien von Bloom Energy zu einem Ausübungspreis von 113,28 US‑Dollar je Aktie zu erwerben; der Nennwert dieser Option liegt damit bei rund 400 Millionen US‑Dollar. Aufgrund der jüngsten Kursbewegungen liegt Oracles Position auf Basis des Warrant‑Ausübungspreises bereits im hohen dreistelligen Millionenbereich im Plus.

Zugleich reagierte die Bloom‑Energy‑Aktie kräftig auf die Nachrichten: Nachbörslich stieg der Kurs um etwa 15 Prozent und erreichte fast 203 US‑Dollar. Dieser Anstieg entspricht einem ausgewiesenen Buchgewinn für Oracle von rund 316 Millionen US‑Dollar gegenüber dem Warrant‑Referenzpreis. Demnach hat Oracle bis zum 9. Oktober Zeit, die Option auszuüben.

Daneben zählten die Unternehmen auf, dass Oracle insgesamt bis zu 2,8 Gigawatt an Bloom‑Systemen beschaffen will. Die beiden Konzerne arbeiten bereits seit Mitte 2025 zusammen; Bloom hatte zuvor Lieferzusagen für Oracle‑Rechenzentren gemacht. Oracle plant, die Brennstoffzellen an US‑Standorten zu betreiben und die Deployments in den kommenden Jahren voranzutreiben.

Inzwischen hat Bloom Energy in den vergangenen Monaten stark vom Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur für Künstliche Intelligenz profitiert. Das Unternehmen bietet vor Ort installierbare Brennstoffzellen an, die unabhängig vom Stromnetz betrieben werden können, und hat nach eigenen Angaben bereits Hunderte Megawatt positioniert. Die Aktie hatte 2025 eine ausgeprägte Performance gezeigt; die Marktkapitalisierung lag zuletzt über 50 Milliarden US‑Dollar.

Unterdessen betont die erweiterte Bestellung die wachsende Verzahnung zwischen Betreibern großer Rechenzentren und spezialisierten Energieanbietern, die schnelle, skalierbare On‑Site‑Lösungen liefern. Konkrete Angaben zu einzelnen Standorten, detaillierten Lieferplänen jenseits des Zeitrahmens bis 2027 oder zu finanziellen Konditionen der Kapazitätsverträge wurden in der Mitteilung nicht weiter ausgeführt.