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Oracle weitet Engagement mit Bloom Energy aus und schließt Vertrag über 1,2 Gigawatt

Vier Tage nach Erhalt einer Kaufwarrant für Bloom‑Aktien erweitern Oracle und Bloom Energy ihre Partnerschaft; Bloom‑Aktie klettert deutlich.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Oracle weitet Engagement mit Bloom Energy aus und schließt Vertrag über 1,2 Gigawatt
Oracle hat einen Vertrag über 1,2 Gigawatt mit Bloom Energy geschlossen und hält eine Warrant‑Option auf nahezu 3,53 Millionen Bloom‑Aktien im Umfang von 400 Millionen US‑Dollar.

Nach Angaben der Unternehmen haben Oracle und Bloom Energy ihre Zusammenarbeit merklich ausgeweitet: Oracle hat sich vertraglich zur Abnahme von 1,2 Gigawatt Kapazität aus Bloom‑Brennstoffzellensystemen verpflichtet. Zugleich kündigten die Gesellschaften an, dass Oracle insgesamt bis zu 2,8 Gigawatt an Bloom‑Anlagen beziehen wolle, wobei die laufenden Verträge eine Lieferung bis 2027 vorsehen.

Im Mittelpunkt der jüngsten Entwicklung steht zudem eine Warrant‑Option, die Oracle vor kurzem erhielt. Sie berechtigt das Unternehmen, bis zu 3,53 Millionen Bloom‑Aktien zum Ausübungspreis von 113,28 US‑Dollar je Aktie zu erwerben; das Volumen der Option beträgt demnach rund 400 Millionen US‑Dollar und kann bei einem Kursanstieg einen erheblichen Buchgewinn ermöglichen. Der Optionszeitraum läuft bis zum 9. Oktober.

Nach dem Schritt stieg die Bloom‑Aktie nachbörslich deutlich: Der Kurs zog um etwa 15 Prozent an und erreichte nahe 203 US‑Dollar. Damit erhöhte sich der Marktwert des Unternehmens weiter; Bloom hatte in den vergangenen Monaten bereits von der starken Nachfrage nach Energie für Rechenzentren profitiert und positionierte mehrere hundert Megawatt durch Kooperationen mit Versorgungsunternehmen und Rechenzentrumsentwicklern.

Zugleich betonten die Firmen, dass Oracle die Bloom‑Brennstoffzellen in eigenen US‑Anlagen betreiben wird. Die Technologie liefert vor Ort Strom und kommt ohne direkte Anbindung an das öffentliche Netz aus, was sie besonders für Betreiber großer Rechenzentren attraktiv macht, die kurzfristig zusätzliche, skalierbare Kapazität benötigen. Oracle plant, die vereinbarte Lieferung bis 2027 abzuschließen und beschleunigt nach eigenen Angaben Lieferungen und Inbetriebnahmen, um der steigenden Nachfrage in den USA gerecht zu werden.

Daneben unterstreicht die Transaktion den Trend großer Technologieunternehmen, ihre Energieinfrastruktur zu diversifizieren und verstärkt auf dezentrale, schnell einsetzbare Lösungen zu setzen. Für Bloom bedeutet der Deal eine Festigung der Rolle als Zulieferer für den Ausbau von KI‑ und Cloud‑Rechenzentren; das Unternehmen hat in jüngster Zeit von der rasch wachsenden Nachfrage nach vor Ort erzeugter Energie profitiert.

Unterdessen reagierte ein Oracle‑Sprecher nicht unmittelbar auf Nachfragen. Die Vereinbarung folgt auf frühere Kooperationen zwischen den beiden Unternehmen und reiht sich ein in eine Reihe von Abschlüssen, mit denen Bloom seine Position im Markt für Rechenzentrumsenergie weiter ausbaut.