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SantaCon‑Organisator in New York wegen angeblichen Wohltätigkeitsbetrugs festgenommen

Bundesanwälte werfen dem Leiter der SantaCon-Veranstaltung vor, Spendenmittel für private Ausgaben abgezweigt zu haben; die Anklage nennt detaillierte Zahlungen und Investitionen.

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Titelbild: SantaCon‑Organisator in New York wegen angeblichen Wohltätigkeitsbetrugs festgenommen
  • Der Präsident von SantaCon wurde in New York wegen Drahtbetrugs festgenommen
  • die Anklage behauptet, Spendengelder seien für private Zwecke statt wohltätige Projekte verwendet worden.

Nach Angaben der US‑Bundesanwaltschaft in Manhattan wurde Stefan Pildes, Präsident der SantaCon‑Veranstaltung, auf einer Bundesanklage wegen Drahtbetrugs festgenommen. Die Erhebung der Anklage erfolgte im Southern District of New York; den Unterlagen zufolge soll Pildes Gelder aus dem Verkauf von Eintrittskarten systematisch umgeleitet haben. Die Anschuldigung lautet, er habe die Einnahmen der Ticketaktion nicht wie beworben für wohltätige Zwecke verwendet, sondern für eigene Ausgaben eingesetzt.

Im Mittelpunkt der Anklage steht die Höhe der eingeworbenen Mittel und deren Verwendungsweise. Dem Dokument zufolge flossen über die Jahre rund 2,7 Millionen Dollar durch SantaCon‑Events, die jährlich etwa 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kostümen in New Yorker Lokale ziehen. Pildes habe nur einen kleinen Teil dieser Summe tatsächlich an wohltätige Organisationen weitergegeben, während erhebliche Beträge andersweitig verwendet worden seien.

Nach dem Schritt listet die Anklage spezifische Verwendungen der Mittel auf, darunter rund 124.000 Dollar für die Miete einer Luxuswohnung in Manhattan und etwa 100.000 Dollar als Investition in ein Boutique‑Resort in Costa Rica, das einem Bekannten zugerechnet wird. Zudem werden Ausgaben für umfangreiche Renovierungen an einem Seegrundstück in New Jersey sowie zahlreiche Luxusurlaube in Hawaii, Las Vegas und Vail genannt. Weitere Posten umfassen Konzerttickets, teure Restaurantrechnungen und den Erwerb eines Luxusfahrzeugs.

Zugleich betonen die Ermittler, dass Tausende Teilnehmerinnen, Teilnehmer und kleine Geschäftsbetreiber getäuscht worden seien, die auf die angebliche Wohltätigkeitsabsicht der Veranstaltung vertraut hätten. Pildes, der in Hewitt, New Jersey, wohnt, ist nach den Unterlagen mit einer Anklage wegen Drahtbetrugs konfrontiert und soll noch am selben Tag in einem Gericht in Manhattan erscheinen. Die Festnahme erfolgt mehr als zwei Jahre nach einer Analyse von Lokaljournalisten, die bereits Zweifel an der Verwendung der Spendengelder geäußert hatten.