Schwere Gewitter in Great Plains und Mittlerem Westen: Schäden, Verletzte und flächige Stromausfälle
Nach heftigen Gewittern stehen Gemeinden in mehreren US-Bundesstaaten vor Aufräumarbeiten; Wetterdienst warnt vor weiterer Bedrohung durch Hagel, Tornados und starken Böen.
- Behörden melden Verletzte, beschädigte Häuser und über 25.000 Stromausfälle in Wisconsin
- National Weather Service prüft mögliche Tornados in betroffenen Orten.
Nach Angaben lokaler Behörden haben schwere Gewitter am Montag weite Teile der Great Plains und des Mittleren Westens getroffen und in mehreren Gemeinden erhebliche Schäden verursacht. In Franklin County, Kansas, meldete das Sheriff-Büro drei Menschen mit leichten Verletzungen nach einem Sturmzug etwa 80 Kilometer südwestlich von Kansas City; in der Stadt Ottawa traten strukturelle Schäden auf, Verletzte oder Tote wurden dort nicht gemeldet. In Miami County, ebenfalls Kansas, berichteten Ermittler von zwei weiteren Verletzten, mehreren zerstörten Wohnhäusern sowie umgestürzten Wohnwagen und Campingfahrzeugen.
Im Mittelpunkt der Einsätze standen Sicherungs- und Aufräumarbeiten sowie vorsorgliche Abschaltungen von Stromleitungen, um Gefahren durch beschädigte Infrastruktur zu verringern. In Hillsdale und anderen Orten ließen Behörden Leitungen zur Sicherheit stromlos schalten, bis Reparaturen und Aufräumarbeiten abgeschlossen sind. Mehrere Schulen in der Region um Madison blieben wegen der Stromausfälle geschlossen, während Energieversorger mit der Wiederherstellung der Versorgung beschäftigt waren.
Zugleich registrierte der National Weather Service in Minnesota drei Tornadoaufläufe im Süden des Bundesstaates; Meteorologen berichteten von Schäden an landwirtschaftlichen Betrieben und von hagelgroßen Eiskörnern, die Fahrzeuge beschädigten. In Wisconsin berührte ein Twister das Gebiet bei Gilman, doch nach ersten Einschätzungen blieben die Auswirkungen dort gering. Bei Steuben riss ein Sturm das Dach eines Fertighauses ab, Verletzte wurden nach bisherigen Angaben nicht gemeldet.
Daneben kündigten Meteorologen an, die Schäden in besonders betroffenen Orten wie Ottawa genauer zu untersuchen, um festzustellen, ob Tornados für die Schäden verantwortlich sind und welche Stärke sie hatten. Die Unwetter führten in Wisconsin am Dienstagmorgen zu großflächigen Stromausfällen: Mehr als 25.000 Kunden waren ohne Versorgung, wie ein Ausfall-Tracker anzeigte. Einsatzkräfte konzentrierten sich auf Stromwiederherstellung und Einschätzung der Gefahren durch freiliegende Leitungen und instabile Gebäude.
Inzwischen warnten Wetterdienste vor anhaltender Gefahr für die Region: Für den weiteren Verlauf wurden erneut heftiger Hagel, Tornados und starke Böen erwartet, begleitet von heftigen Regenfällen mit erhöhtem Risiko für Fluss- und kleinräumige Überschwemmungen in den Upper Great Lakes. In Michigan reagierte die Staatsregierung auf steigende Wasserstände am Cheboygan Lock and Dam Complex mit einem Notstandsdekret; zusätzliche Pumpen wurden eingesetzt, um Wasser in Richtung Lake Huron abzuleiten und die Lage zu beruhigen.