JKCM News
Startseite
Amerika

Schwere Gewitter verwüsten Teile der Great Plains und des Mittleren Westens – weitere Tornados und Hagel möglich

Schwere Gewitter haben in den Great Plains und im Mittleren Westen Schäden, Verletzte und großflächige Stromausfälle verursacht. Meteorologen warnen vor erneutem Hagel, Sturmböen und möglichen Tornados in den Nachmittags- und Abendstunden.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Schwere Gewitter verwüsten Teile der Great Plains und des Mittleren Westens – weitere Tornados und Hagel möglich
  • Behörden melden leichte Verletzte, zerstörte Häuser und weiträumige Stromausfälle
  • Wetterdienste warnen vor weiterer Unwetterlage mit Hagel und Tornados.

Nach Angaben der National Weather Service und örtlicher Behörden sind am Montag schwere Gewitter über zahlreiche Gemeinden in den Great Plains und im Mittleren Westen gezogen und haben Schäden, Stromausfälle sowie Schulschließungen verursacht. In Kansas wurden mehrere Menschen mit leichten Verletzungen registriert: Im ländlichen Franklin County, rund 80 Kilometer südwestlich von Kansas City, erlitten drei Personen leichte Verletzungen. In Ottawa gab es strukturelle Schäden, dort wurden jedoch keine Verletzten gemeldet.

Nach dem Schritt schickt die National Weather Service ein Team nach Ottawa, um das Schadensbild zu untersuchen und festzustellen, ob ein Tornado durchgezogen ist. In Miami County meldete das Sheriff-Büro zwei leicht Verletzte, zerstörte Häuser sowie umgestürzte Freizeitfahrzeuge und Wohnwagen. In Hillsdale wurden Stromleitungen vorsorglich abgeschaltet, bis Aufräumarbeiten gefahrlos möglich sind.

Im Mittelpunkt der Ereignisse standen auch mehrere Tornados in Minnesota: Meteorologen registrierten drei Aufschläge im Süden des Bundesstaates. Dort kam es zu Schäden an landwirtschaftlichen Gebäuden und Berichten über sehr großen Hagel, der Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen haben soll. In Wisconsin traf ein Tornado bei Gilman, einem Ort mit rund 380 Einwohnern, überwiegend geringere Schäden; im südwestlichen Teil des Bundesstaates wurde in Steuben das Dach eines Wohnwagens abgerissen, ohne dass Verletzte bekannt wurden. Die Wetterdienste arbeiten noch an der Einstufung der einzelnen Tornados.

Zugleich führten die Unwetter zu weitreichenden Stromausfällen und Schulschließungen rund um Madison: Über 25.000 Kunden waren am Dienstagmorgen in Wisconsin ohne Strom. Die Vorhersagen warnen vor erneuten Gewittern mit großem Hagel, starken Sturmböen und der Möglichkeit weiterer Tornados in den Nachmittags- und Abendstunden, sodass Einsatzkräfte und Versorgungsunternehmen mit weiteren Ausfällen und Aufräumarbeiten rechnen müssen.

Daneben steigt in Teilen der Upper Great Lakes die Hochwassergefahr, da anhaltende Regenfälle auf die Schneeschmelze treffen. Prognosen sagen signifikante Überläufe von Flüssen und Bächen bis Ende der Woche voraus; die heftigsten Niederschläge wurden für die Nacht auf Mittwoch erwartet. In Michigan rief Gouverneurin Gretchen Whitmer eine Notlage für das Cheboygan Lock and Dam Complex aus, und zusätzliche Pumpen wurden eingesetzt, um Wasser Richtung Lake Huron abzuleiten.