JKCM News
Startseite
Amerika

Trump-Administration will Pride-Flagge am Stonewall-Monument weiter hissen

Innenministerium und National Park Service vereinbaren vor Gericht, die Regenbogenflagge dauerhaft am Stonewall-Nationaldenkmal zu belassen; die Übereinkunft bedarf noch richterlicher Bestätigung.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump-Administration will Pride-Flagge am Stonewall-Monument weiter hissen
Die Regierung kehrt eine frühere Entfernung der Pride-Flagge um und will den Streit durch eine gerichtliche Einigung beilegen.

Nach Angaben der vorgelegten Gerichtspapiere hat die US-Regierung zugesichert, die Regenbogen-Pride-Flagge am Stonewall-Nationaldenkmal in New York weiterhin hissen zu lassen. Die Erklärung folgte auf Proteste, nachdem die Flagge im Februar vom Monument entfernt worden war und mehrere LGBTQ+-Organisationen sowie Denkmalschutzgruppen Klage eingereicht hatten.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung stehen das Innenministerium und der National Park Service, die festlegen, dass die Pride-Flagge dauerhaft am Flaggenmast des Denkmals verbleiben soll; ein Entfernen ist demnach nur aus Gründen der Wartung oder aus anderen praktischen Erfordernissen vorgesehen. Innerhalb einer Woche sollen demnach drei Flaggen in der Größe 3 Fuß mal 5 Fuß am Mast angebracht werden, wobei die Regenbogenfahne zwischen der US-Flagge und der Park-Service-Flagge gehisst wird. Bevor diese Regelung wirksam werden kann, muss ein Richter die Vereinbarung noch genehmigen.

Nach dem Schritt, der die Debatte neu entfachte, war der Streit durch ein Park-Service-Memo vom 21. Januar ausgelöst worden, das die Agentur im Wesentlichen auf die Darstellung der US-Flagge, der Innenministerium-Flagge und der POW/MIA-Flagge verpflichtete, mit Ausnahmen für die Schaffung historischen Kontexts. Park-Service-Beamte hatten die Entfernung der Regenbogenflagge im Februar damit begründet, den föderalen Richtlinien zu entsprechen. Aktivisten und einige demokratische Politiker in New York werteten diese Maßnahme jedoch als gezielten Akt, der die Bedeutung des ersten nationalen Denkmals zur Geschichte der LGBTQ+-Bewegung schmälern würde.

Zugleich weist die Vereinbarung auf eine längere Auseinandersetzung über die Sichtbarkeit des Denkmals hin: Die Regenbogenflagge war 2022 während der Präsidentschaft von Joe Biden offiziell am Stonewall-Monument installiert worden, nachdem Aktivisten über Jahre für eine tägliche Hissung innerhalb des von der Agentur verwalteten Geländes gekämpft hatten. Das Monument, 2016 eingerichtet, erinnert an die Aufstände vor dem Stonewall Inn von 1969, die als Katalysator der modernen LGBTQ+-Rechtebewegung gelten. In den vergangenen Monaten hatte die aktuelle Regierung außerdem Darstellungen zu Diversity- und Transgender-Themen auf der Website und in Materialien des Monuments überarbeitet, was die Debatte weiter angefacht hat.