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United‑Chef Kirby dachte bereits im Herbst an Fusion und sprach die Idee im Februar mit der Trump‑Administration an

Scott Kirby habe bereits im Herbst eine Fusion erwogen und die Idee im Februar gegenüber Vertretern der Trump‑Administration angesprochen, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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Titelbild: United‑Chef Kirby dachte bereits im Herbst an Fusion und sprach die Idee im Februar mit der Trump‑Administration an
  • Kirby wirbt für größere Netzwerke, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit US‑Carriers zu stärken
  • ein Zusammenschluss mit American trifft auf erhebliche regulatorische Vorbehalte.

Nach Angaben von Branchenkreisen hatte United‑Chef Scott Kirby schon im vergangenen Herbst Überlegungen zu einer möglichen Fusion angestellt. Diese internen Gedankenspiele führten demnach dazu, dass Kirby das Thema wenige Monate später, im Februar, auch gegenüber Vertretern der Trump‑Administration zur Sprache brachte.

Im Mittelpunkt der Berichte steht die Frage eines Zusammenschlusses mit American Airlines. Ein derartiger Schritt würde, so die Darstellungen, die Entstehung der weltgrößten Fluggesellschaft bedeuten und die bereits hohe Marktkonzentration im US‑Binnenverkehr weiter verstärken. American, United, Delta und Southwest kontrollieren aktuell rund 80 Prozent des Inlandsmarktes.

Nach dem Schritt in Richtung Administration wurden die Überlegungen in Branchenkreisen als Teil einer breiteren strategischen Debatte bewertet. Kirby hat öffentlich wiederholt betont, dass die nächste Entwicklungsphase für US‑Carrier darin bestehe, international stärker zu konkurrieren. Größere Netzwerke könnten seiner Ansicht nach helfen, Kunden auf Langstrecken zurückzugewinnen, die derzeit etwa wegen Fragmentierung oder attraktiver Angebote zu Anbietern aus dem Mittleren Osten wechseln.

Daneben haben US‑Airlines in den vergangenen Jahren ihre Kooperationen mit großen Mittleren‑Ost‑Carriern ausgebaut: United arbeitet mit Emirates zusammen, American mit Qatar Airways, und Delta ging 2024 eine strategische Partnerschaft mit Riyadh Air ein. Vor diesem Hintergrund sehen Beobachter Kirbys Vorstöße als Beitrag zu einer internen Debatte über Wachstum, Allianzen und Marktpositionierung im globalen Luftverkehr, nicht unbedingt als unmittelbar bevorstehende Transaktion.