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US-Haushaltschef Vought kann Kosten des Iran-Kriegs nicht beziffern

Während einer Anhörung vor dem Haushaltsausschuss sagte OMB-Direktor Russell Vought, die Verwaltung habe noch keine ergänzende Finanzierungsanfrage für den Konflikt vorbereitet und könne die Kosten derzeit nicht beziffern.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US-Haushaltschef Vought kann Kosten des Iran-Kriegs nicht beziffern
Vought: Wir sind noch nicht bereit, eine Anfrage vorzulegen. Eine Harvard-Analyse nennt als mögliche Belastung bis zu 1 Billion US-Dollar.

Nach dem Schritt vor den Haushaltsausschuss sagte OMB-Direktor Russell Vought, er könne keine Schätzung zu den Gesamtkosten des Iran-Konflikts geben. Auf eine direkte Frage nach einer groben Größenordnung antwortete Vought, er habe keinen Richtwert parat und die Verwaltung sei noch nicht bereit, eine formelle Finanzierungsanfrage vorzulegen.

Gleichzeitig stellte Vought klar, dass die Regierung noch daran arbeite, Prioritäten und die zeitliche Zuordnung von Mitteln festzulegen, bevor ein Antrag an den Kongress geht. Konkrete Summen oder Zeitpläne für eine mögliche Beantragung ergänzender Mittel nannte das Office of Management and Budget nicht; die Entscheidung hänge von weiteren Bewertungen ab, so Vought in der Befragung.

Unterdessen wurden in Medienberichten bereits verschiedene interne Zahlen genannt: Demnach habe die Verwaltung einen Bereich zwischen 80 und 100 Milliarden US-Dollar geprüft, was deutlich unter einer anfänglichen Pentagon-Schätzung von rund 200 Milliarden US-Dollar läge. Zudem gibt es Analysen, die weit höhere Gesamtkosten in den Raum stellen; eine Harvard-Analyse nennt als mögliche Belastung für US-Steuerzahler bis zu 1 Billion US-Dollar.

Im Mittelpunkt der Anhörung stand auch der Haushaltsentwurf von Präsident Trump für das Fiskaljahr 2027, der nach vorgelegten Zahlen eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 1,5 Billionen US-Dollar vorsieht. Der Plan sieht zugleich Einschnitte im Nichtverteidigungsbereich vor; wie sich ein ergänzender Finanzbedarf für militärische Operationen gegen den Iran konkret in diesem Budgetrahmen niederschlagen würde, blieb in der Sitzung offen.

Zugleich machten Abgeordnete deutlich, dass die Unklarheit über Summen und Zeitpläne politische Fragen aufwerfe, etwa zu Prioritätensetzung und parlamentarischer Kontrolle künftiger Ausgabennachfragen. Vought betonte erneut, die Regierung arbeite an einer Aufschlüsselung dessen, was in diesem Fiskaljahr gegenüber dem nächsten Jahr benötigt werde, bevor sie ein offizielles Finanzierungsersuchen vorlege.