Vance: 'Der Ball liegt bei Iran' — US-Blockade der Straße von Hormus soll Druck auf Tehran erhöhen
Nach gescheiterten Verhandlungen in Islamabad fordert US-Vizepräsident JD Vance konkrete Zugeständnisse von Iran; Washington hat den Schiffsverkehr zu und aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus gestoppt.
- Vance betont, die USA hätten viel angeboten
- zentrale Bedingungen bleiben die Rückführung angereicherten Urans und strenge Verifikationsmechanismen gegen ein iranisches Atomwaffenprogramm.
Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance liegt der nächste Schritt für weitere Friedensgespräche eindeutig bei Iran. Vance sagte in einem Fernsehinterview, seine Delegation sei aus Islamabad ohne Abschluss zurückgekehrt; ob Gespräche fortgesetzt würden, hänge nun von substantiellen Zugeständnissen Teherans ab.
Zugleich traten die USA in eine härtere Phase der Druckausübung: Washington hat begonnen, Schiffe am Ein- und Auslaufen in und aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus zu blockieren. Präsident Donald Trump stellte die Maßnahme als Mittel dar, um Teheran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen und zugleich die Öffnung dieser wichtigen Seewegroute zu erzwingen.
Im Mittelpunkt von Vances Forderungen stehen konkrete, nicht verhandelbare US-Positionen. Er nannte das Ziel, Iran am Erwerb einer Atombombe zu hindern, und präzisierte dies mit der Forderung nach Abtransport des angereicherten Urans aus Iran sowie nach umfassenden Verifikationsmechanismen, die eine spätere Entwicklung nuklearer Waffen verhindern sollen.
Inzwischen wies Vance darauf hin, dass die zuletzt vereinbarte, 14-tägige Feuerpause teilweise davon abhängig gemacht worden sei, dass Teheran die Straße von Hormus vollständig wieder öffnet. Diese vollständige Öffnung sei bislang nicht festzustellen gewesen; deshalb sehe die US-Seite in der Blockade ein zusätzliches wirtschaftliches Druckmittel, um die vereinbarten Bedingungen durchzusetzen.
Nach dem Schritt bewertete Vance den Verlauf der Islamabad-Gespräche als teils konstruktiv, räumte aber ein, Iran habe sich nicht ausreichend bewegt, um ein Abschlussabkommen zu ermöglichen. Er verwies auf die Beteiligung des US-Verhandlungsteams, namentlich Steve Witkoff und Jared Kushner, und betonte, Fortschritte seien erzielt worden, hätten jedoch nicht gereicht. Sollte Iran den geforderten Kurs nicht einschlagen, werde dies die Verhandlungsdynamik grundlegend verändern, sagte Vance, zugleich hielt er an der Auffassung fest, dass ein umfassendes Übereinkommen möglich sei, sofern Teheran die nächste Initiative ergreife.