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Vance: Der Ball liegt bei Iran — US-Blockade der Straße von Hormus soll Druck auf Verhandlungen erhöhen

US-Vize JD Vance sagt, weitere Verhandlungen hingen von Teheran ab; Washington fordert Wiederöffnung der Straße von Hormus und Einhaltung von 'red lines' zum Atomprogramm und hat eine Blockade iranischer Häfen eingeleitet.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Vance: Der Ball liegt bei Iran — US-Blockade der Straße von Hormus soll Druck auf Verhandlungen erhöhen
  • Vance stellt klar: Iran muss den nächsten Schritt machen
  • die US-Blockade der Hafenrouten in der Straße von Hormus soll zusätzlichen Druck auf Teheran ausüben.

Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance liegt der Ball nun bei Iran, um die Friedensgespräche mit Washington voranzubringen. Vance kehrte von Gesprächen in Islamabad zurück, die ohne Abschluss endeten, und sagte in einem Interview, die USA hätten bereits viel auf den Tisch gelegt. Ob es weitere Verhandlungen gebe, hänge entscheidend von den Schritten der iranischen Führung ab.

Im Mittelpunkt der US-Forderungen stehen die vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus und die Einhaltung amerikanischer 'red lines' in Bezug auf ein mögliches iranisches Atomwaffenprogramm. Vance machte deutlich, dass Washington insbesondere auf die Entfernung angereicherten Urans aus Iran und auf robuste Verifikationsmechanismen bestehe, um sicherzustellen, dass Teheran keine Atomwaffen entwickeln könne.

Nach dem Schritt, die Gespräche ohne Abkommen abzubrechen, haben die USA begonnen, Schiffe am Ein- und Auslaufen aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus zu hindern, erklärte Präsident Trump. Vance erläuterte, die Maßnahme diene dazu, zusätzlichen wirtschaftlichen Druck auf Teheran auszuüben und die strategisch wichtige Schifffahrtsroute wieder vollständig freizugeben. Er betonte, dass die Blockade Teil der Bemühungen sei, Iran an den Verhandlungstisch zurückzubringen.

Gleichzeitig verwies Vance auf den kürzlich in Kraft getretenen, fragilen 14-tägigen Waffenstillstand, der teilweise davon abhängig gewesen sei, dass Iran die Straße von Hormus wieder vollständig öffnet. Bislang sei diese vollständige Wiederöffnung nicht feststellbar gewesen; sollte Teheran hier nicht zügig vorankommen, werde dies die Rahmenbedingungen der Verhandlungen grundlegend verändern, warnte er.

Daneben berichtete Vance von erkennbaren Fortschritten bei den Gesprächen in Islamabad, die jedoch nicht ausgereicht hätten, um ein endgültiges Abkommen zu erzielen. Das US-Verhandlungsteam habe Zeichen von Bewegung auf iranischer Seite gesehen, doch die Zugeständnisse seien nicht ausreichend gewesen, um die geforderten Sicherheitsgarantien und Verifikationsstandards zu gewährleisten.

Unterdessen wiederholte Vance seine Überzeugung, dass ein umfassendes Abkommen möglich sei, wenn Teheran die geforderten Maßnahmen ergreife. Er appellierte an Iran, nun aktiv zu werden, damit die Verhandlungen fortgesetzt werden können; andernfalls werde die US-Position durch die anhaltende Blockade und die ausbleibende Öffnung der Wasserstraße weiter verschärft.